Sie sind hier: Angebote / Selbsthilfegruppe Suchterkrankungen

Ansprechpartnerin

Frau
Carola Friemel


Telefon:
06252 - 7004-45

Fax:
06252 - 7004-25

Mail:
Selbsthilfegruppe[at]drk-bergstrasse[dot]de

Sprechzeiten:
Mo. - Fr.
08.00 - 12.00

Wege aus der Sucht

  • Wann hat ein Mensch Alkoholprobleme?
  • Ab welcher Menge löst der gefährliche Missbrauch den unbedenklichen Konsum ab?

Die Antworten sind sehr individuell und daher nicht klar zu fassen. Jeder Mensch verarbeitet die vielen Reize, Einflüsse, alltäglichen Probleme oder auch Schicksalsschläge in seinem persönlichen Umfeld auf seine Weise und verfügt über ein ganz eigenes Abhängigkeitsverhalten. Bereits aus dem regelmäßigen Konsum kleinerer Mengen kann sich ein schwerwiegendes Suchtverhalten entwickeln Menschen, die Probleme im Umgang mit Alkohol haben, möchte die DRK-Sozialarbeit in einer neuen Selbsthilfegruppe mögliche Wege aus der Sucht aufzeigen.

Zwei ausgebildete Betroffene leiten die vertraulichen Gruppenstunden und stehen den Teilnehmern mit ihren persönlichen Erfahrungen zur Seite.

Die Gruppentreffen finden

jeden ersten Mittwoch im Monat von 18.30 Uhr - 21.00 Uhr

im Seminarraum der DRK-Begegnungsstätte in Heppenheim, Werlestraße 5

und

jeden dritten Mittwoch im Monat im Parkzimmer des Bürgerhauses in der Lindenfelser Innenstadt statt.

Eine Alkoholkrankheit hat selten deutliche Vorzeichen und bleibt daher für das soziale Umfeld lange Zeit unbemerkt. Nicht immer fallen die Betroffenen durch häufige Rauschzustände oder andere merkwürdige Verhaltensweisen auf. Oftmals sind die Abhängigen weiterhin leistungsfähig, gehen routiniert ihrer Arbeit nach. Den Betroffenen wird die Schwere ihrer Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium bewusst. Auf etwaige Probleme im Umgang mit Alkohol angesprochen, werden diese meist verleugnet. Vom Lebenspartner und anderen Familienangehörigen wird die Problematik verdrängt und die Krankheit dadurch geduldet oder kompensiert. Die sogenannte Co-Abhängigkeit ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Suche nach Auswegen aus der Sucht.

Deshalb plant das DRK zukünftig auch eine Selbsthilfegruppe nur für Angehörige einzurichten. Nach aktuellen Schätzungen gibt es zwischen 1,3 und 2,5 Millionen alkoholabhängige Menschen in Deutschland. Männer sind seit dabei weitaus häufiger betroffen als Frauen. Die Tendenz bei Frauen ist jedoch steigend. Während bei Männern Anfänge eines exzessiven Trinkverhaltens oftmals bereits in frühen Jahren erkennbar sind, beginnen Frauen meist erst im mittleren Alter regelmäßig zu trinken. Der Drogenbericht der Bundesregierung geht von jährlich mindestens 73.000 Toten als Folge übermäßigen Alkoholkonsums in Deutschland aus.