Sie sind hier: Angebote / Suchdienst

Ansprechpartnerin

Frau
Dagmar Franken

Telefon:
06252 - 7004-27

Fax:
06252 - 7004-25

Mail:
Suchdienst[at]drk-bergstrasse[dot]de

DRK Suchdienst

Klicken Sie bitte die Bilder oder Links der Angebote Ihrer Wahl an.

Das Auskunftswesen bei Konflikten und Katastrophen

Kriegerische Auseinandersetzungen, Flüchtlings-bewegungen und Naturkatastrophen reißen weltweit Jahr für Jahr tausende von Familien auseinander und lassen verzweifelte Menschen in der Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen und Freunde zurück. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-bewegung  hilft, indem sie über ihre Suchdienst- einrichtungen Suchanträge entgegennimmt, Informationen über Betroffene sammelt und Auskünfte über den Verbleib vermisster Personen gibt.

Ziel der Suchdienst-Hilfeleistung ist es, Familienmitgliedern, die aufgrund von bewaffneten
 Konfliktsituationen,
(Natur- oder technischen) Katastrophen und Großschadenslagen von ihren Angehörigen getrennt
 wurden oder den Kontakt zueinander verloren haben, Auskunft über den Verbleib und den (gesundheitlichen) Zustand der Angehörigen zu geben.
Damit soll die quälende Ungewissheit und das psychische Leid der Betroffenen gemildert werden.

Die prioritären Aufgabenstellungen der Suchdienst-Tätigkeit sind:

  • Die Suche nach Vermissten und die Bearbeitung von Suchaufträgen bei Ereignissen wie bewaffneten Konflikten, Katastrophen und Großschadenslagen.
  • Die Bereitstellung von Informationen über und/oder der Austausch von Nachrichten zwischen Familienangehörigen, wenn die normalen Kommunikationswege gestört sind  („Rotkreuzbotschaften“).
  • Die Ermöglichung einer Familienzusammenführung der durch eine humanitäre Notlage getrennten Angehörigen.

Völkerrechtliche Grundlage der humanitären Hilfe des Suchdienstes bilden die Genfer
Rotkreuzabkommen von 1949 mit ihren Zusatzprotokollen von 1977 und 2005.
Hierin sind die Aufgabenstellung der Suchdienstarbeit, die beteiligten Institutionen (Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Amtliches Auskunftsbüro (AAB) und nationale Rotkreuz-/ Rothalbmondgesellschaften) und die Verfahren der Zusammenarbeit für den Konfliktfall geregelt.

Die wesentlichen Inhalte der dort beschriebenen Arbeitsmethoden lassen sich auf den
Katastrophenfall und andere Schadensereignisse übertragen.

Über das Suchdienstnetzwerk der derzeit bestehenden 185 nationalen Gesellschaften der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und dem IKRK ist der Austausch von Suchanfragen und Rotkreuzmitteilungen weltweit möglich. Durch eine im Internet etablierte elektronische Datenbank (Familylinks) des IKRK kann jedes Jahr Tausenden von Menschen der Kontakt zu Familienangehörigen nach kriegsbedingter Trennung ermöglicht werden.

Aber auch bei Katastrophen wie dem Tsunami oder bei den Hurrikanen Katrina und Rita wurde das System erfolgreich eingesetzt. Der DRK-Suchdienst kann sich innerhalb des Rotkreuznetzwerks jederzeit bei entsprechenden Ereignissen dieses Systems bedienen.

Ein Teilbereich des DRK Suchdienstes im Kreisverband Bergstraße ist das Kreisauskunftsbüro  , welches bei Bedarf aktiviert wird.