5. Oktober 2026

DRK Kreisdelegiertenversammlung 2026

Im Rahmen der diesjährigen Kreisdelegiertenversammlung des DRK Bergstraße in der Mensa der Martin-Luther-Schule in Rimbach wurden zwei Aktive für ihr jahrzehntelanges Engagement ausgezeichnet: Sven Rascher vom DRK Lautertal wurde von Landrat Christian Engelhardt (CDU) mit dem Landesehrenbrief gewürdigt. Hans-Martin Stäckler vom DRK Birkenau wurde vom DRK Kreisvorsitzenden Arno Gutsche geehrt.

Landesehrenbrief für Sven Rascher

„Über drei Jahrzehnte Verantwortung für andere. Das ist weit mehr als ein Ehrenamt nebenbei“, unterstrich Landrat Christian Engelhardt das große Engagement von Sven Rascher beim DRK. Ehrenamtlich ist der ausgebildete Notfallsanitäter seit 37 Jahren im DRK Ortsverein Lautertal aktiv. Hier war er 25 Jahre Bereitschaftsleiter, die längste Amtszeit einer Bereitschaftsleitung im DRK Kreisverband Bergstraße. Zudem war der 56-Jährige drei Jahre stellvertretender Vorsitzender, bevor er im Mai diesen Jahres das Amt des Vorsitzenden übernahm. Für seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz im DRK wurde Sven Rascher bereits mit dem DRK Leistungsabzeichen in Bronze und der Auszeichnungsspange für 35-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. Nun wurde er auch mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

„Unzählige Abende, Wochenenden, Einsätze und Stunden, die man anderen Menschen schenkt. Genau davon lebt unsere Gesellschaft: von Menschen, die Verantwortung übernehmen und dranbleiben“, so Landrat Engelhardt. Neben dem DRK engagiert sich Sven Rascher noch bei der örtlichen Herzsportgruppe und ist seit 1997 aktiver Feuerwehrmann in Reichenbach. Hauptberuflich ist er als Disponent in der Leitstelle des Kreises Bergstraße tätig. Der „Dienst am Nächsten“ hat bei Sven Rascher also tatsächlich nie Feierabend.

Würdigung des Engagements von Hans-Martin Stäckler

„Wenn man auf Deinen Weg zurückblickt, sieht man vor allem: Verlässlichkeit und Engagement“, würdigte Arno Gutsche den jahrzehntelangen Einsatz von Hans-Martin Stäckler, der bereits seit 63 Jahren Mitglied beim Roten Kreuz ist. „Du hast Spuren hinterlassen: bei den Menschen, die du ausgebildet hast, bei denen, die du geführt hast, und bei allen, denen du geholfen hast“, so der DRK Kreisvorsitzende.

Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Hans-Martin Stäckler bereits mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des DRK geehrt. Außerdem wurde ihm die goldene Ehrennadel für 100 Blutspenden verliehen. Die Gemeinde Birkenau ehrte ihn in 2008 und 2024 für seine ehrenamtlichen Leistungen. Und im Jahr 2022 wurde der leidenschaftliche Rotkreuzler für sein besonderes Engagement während der Corona-Pandemie geehrt.

Hans-Martin Stäckler war Zug- und Gruppenführer, Ausbilder für den Sprechfunk, stellvertretender Bereitschaftsleiter beim DRK Birkenau und zwölf Jahre stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter. Vor allem war und ist er Leiter des Rotkreuz-Museums in Mörlenbach, dem einzigen dieser Art in Hessen. Diese Tätigkeit, die er mit großer Leidenschaft seit Jahrzehnten ausfüllt, wird er auch nach seinem Abschied aus dem aktiven Dienst weiterführen.

Rückblick und Ausblick des DRK Kreisvorsitzenden

In seiner Rede blickte Arno Gutsche auf die vielen Ereignisse im Kreisverband und im Rettungsdienst in diesem und im vergangenen Jahr zurück und gab einen kurzen Ausblick auf kommende Aufgaben. Besonders erfreulich seien die rund 1.600 neuen Mitglieder, die der DRK Kreisverband innerhalb von zwei Jahren durch Werbeaktionen vor Ort gewonnen habe. „Die sogenannte Haustür-Werbung in ausgewählten Städten und Gemeinden verlief sehr erfolgreich“, erklärte der DRK Kreisvorsitzende. Im nächsten Jahr solle die Werbekampagne fortgesetzt werden. Dann werden auch zwei BMW-Motorräder zum Fuhrpark des DRK Kreisverbandes zählen. Die beiden ehemaligen Polizei-Motorräder werden aktuell noch mit Funk ausgestattet und stehen demnächst für Einsätze im Katastrophenschutz bereit.

Mit der „Aktivierenden Alltagshilfe“ gibt es beim DRK ein neues Angebot, das ältere Menschen dabei unterstützen soll, ihre Selbstständigkeit im Alltag zu stärken und möglichst lange zu erhalten. Gemeinsam mit ausgebildeten Personen werden alltägliche Aufgaben nicht einfach übernommen, sondern aktiv begleitet und gefördert. So bleiben vorhandene Fähigkeiten erhalten und die aktive Teilhabe am Leben wird unterstützt.

Aktuelles aus dem DRK Rettungsdienst

„Rettungsdienst in Hessen am Limit!“: In einem gemeinsamen Positionspapier unter dem Motto „Reform jetzt!“
forderten im November 2025 DRK, ASB, Malteser und Johanniter eine grundlegende Reform des Hessischen
Rettungsdienstgesetzes. Zu den Forderungen zählten einheitliche Strukturen und Standards für ganz Hessen, verbindliches Qualitätsmanagement mit landesweitem Bericht und Leitstellen als Gesundheitslotsen statt Einsatzzentralen. Dieses wichtige Thema beschäftigt die Rettungsdienste in Hessen noch immer. Gemeinsam mit ASB, Maltesern und Johannitern forderte das DRK einen Neustart des Rettungsdienstes in Hessen, da das System täglich an seine Grenzen stößt. „Unsere Mitarbeitenden, die Patientinnen und Patienten verdienen ein zukunftsfähiges, verlässliches Rettungssystem – und wir sind bereit, es mitzugestalten“, zitierte Arno Gutsche aus dem gemeinsamen Positionspapier.

Gäste aus der Politik und dem hessischen Landesverband

„Das DRK schaut dynamisch, wie sich die Bedarfe in der Gesellschaft verändern“, lobte Dr. Michael Meister (CDU) die Arbeit des DRK an der Bergstraße. Immer wieder würden neue Angebote entstehen, um den Menschen zu helfen. Der Bundestagsabgeordnete, der seit vielen Jahren ununterbrochen die Jahresversammlungen des DRK Kreisverbandes besucht, bedankte sich für den großen Einsatz des DRK im Haupt- und Ehrenamt.

Birgit Heitland (CDU), die auch Vorsitzende des DRK Ortsvereins Zwingenberg ist, bedankte sich ebenfalls für das große ehrenamtliche Engagement der Aktiven: „ Sie alle sind rund um die Uhr bereit und helfen den Menschen. Als Landesregierung in Hessen versuchen wir, dieses Engagement bestmöglich zu unterstützen.“

Das DRK sei aus dem Katastrophenschutz im Kreis Bergstraße nicht wegzudenken, lobte Landrat Christian Engelhardt die Leistungen des Roten Kreuzes im Haupt- und Ehrenamt. „Das DRK ist überall im Kreisgebiet zu sehen und übernimmt eine wichtige Rolle.“

Weitere Ehrengäste waren Dr. Holger Grothe, Schatzmeister des DRK Landesverbandes Hessen und Vorsitzender des DRK Kreisverbandes Offenbach, der Lautertaler Bürgermeister Andreas Heun (SPD) sowie Linda Thurm, Betriebsratsvorsitzende der DRK Rettungsdienst Bergstraße gGmbH.

Kreisdelegiertenversammlung 2027

Die nächste turnusgemäße Kreisdelegiertenversammlung wird im Oktober 2027 in Hambach stattfinden.

Unser Gruppenbild:

Vordere Reihe von links: Arno Gutsche (DRK Kreisvorsitzender), die Geehrten Hans-Martin Stäckler und Sven Rascher, Claudia Pfeifer (Jugendrotkreuz) und Christian Keilmann (DRK Kreisgeschäftsführer).

Mittlere Reihe von links: Michaela Stief (stellvertretende Leiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Adelheid Schultheiß (stellvertretende Kreisvorsitzende und Leiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit), Birgit Heitland (MdL) und Tobias Räffle (Bergwacht).

Hintere Reihe von links: Landrat Christian Engelhardt, Dr. Holger Grothe (DRK Landesverband), Marc Oliver Baur (Kreisverbandsarzt), Dr. Michael Meister (MdB), Felix Kusicka (stellvertretender Kreisvorsitzender), Sebastian Kriha (Rotkreuz-Beauftragter) und Stefan Schultheis.